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Wanderwege rund um Wiesen

Wiesbüttmoor mit Scheidenwollgras
Wiesbüttmoor mit Scheidenwollgras

In dem Flyer "Wanderwege rund um Wiesen" finden Sie 4 Tourenvorschläge mit Wegstrecken von 6 Kilometer bis 11 Kilometer, in den Schwierigkeitsgraden von leicht bis mittelschwer.

Unterwegs im Naturpark Spessart
TOURENVORSCHLÄGE

Wiesen - Wald - Weinberge und mehr

Wiesbüttsee hinter Bäumen
Wiesbüttsee hinter Bäumen

Dauer: ca. 4 Stunden reine Gehzeit
Schwierigkeit: leicht
Besonderheit:  schöner abwechslungsreiche Tagestour, Rückfahrt mit dem Zug
Einkehrmöglichkeit:
Frohnbügel (Mo./Di. Ruhetag)
Dörsthof (Mo./Di. Ruhetag)
Fernblick (Mo. Ruhetag?)

ZUR WANDERKARTE

Sie verlassen Schöllkrippen über die Waagstraße in Richtung Schneppenbach. Dort angekommen halten Sie sich am Möbelzentrum links, um sich dann alsbald (in der Bergstraße) von der Hauptstraße nach rechts abzuwenden. Nun wandern Sie entlang des beschaulichen Schneppenbachtales bis Hofstädten. Dieses kleine beschauliche Dörflein lassen Sie links liegen, wandern vorbei am Feuerwehr - und Dorfgemeinschaftshaus bergan. Auf der Anhöhe angekommen überqueren Sie die Ortsverbindungsstraße, halten sich rechts um dann gleich wieder nach links in Richtung Geiselbach weiterzuwandern. Sie umwandern Geiselbach bis Sie auf die mit „B“ bezeichnete Birkenhainer Straße stoßen. Vorbei an der Großschreinerei Kirchner orientieren Sie sich an der Wandermarkierung „B“.

Auf dieser historisch bedeutsamen Birkenhainer Straße führt Sie unser Weg hinein in den stattlichen Vorspessartwald zunächst bis zum Frohnbügel (Einkehrmöglichkeit) Richtung Westen. (An einer Weggabelung lohnt evtl. ein Abstecher weiter auf "B" zum hessischen "Fernblick" - Einkehrmöglichkeit; einfache Gehzeit 10 Min.). Diese Wanderung führt Sie jedoch halblinks auf dem Marienweg weiter (Marienstatue am Baum ist rechts des Weges). Sie lassen sich nicht beirren und wandern jetzt stets der Nachmittagssonne entgegen in Richtung Westen (links von Ihnen der Kahlgrund, rechts das hessische Freigericht), verlassen, sich immer in Richtung Westen haltend, nach einiger Zeit auch den Marienweg wieder, bis vor einem deutlichen Weganstieg eine Weggabelung kommt. Hier wandern Sie links hinab in den schönen Kahlgrund. Eine Einkehr im gastlichen "Dörsthof" ist empfehlenswert. 

Nach einer zünftigen Rast lohnt sich unbedingt die Weiterwanderung durch die Michelbacher Weinberge. Hierzu gehen Sie ca. 300 m auf dem Weg bergauf zurück, halten sich aber links. Eine wunderbare Aussicht auf das Maintal belohnt alle Mühen des Tages. Eine Schautafel informiert den Wanderer auch über die Geschichte des Michelbacher Weinanbaus. Reich beschenkt mit wunderbaren Tageseindrücken wandern Sie durch das Örtchen Michelbach, beachten vielleicht das etwas abseits der Hauptstraße liegende kleine Schlösschen und fahren froh und müde ab Michelbach Bahnhof mit der Kahlgrundbahn (früher: Bembel; Abfahrtszeiten nach Schöllkrippen: 15:43 Uhr; 16:30 Uhr (nicht Sa. u. So.); 17:30 Uhr) durch den wunderschönen Kahlgrund zurück nach Schöllkrippen. 

Auf historischen Wegen

Blick ins Kahltal - Weg zur Bamberger Mühle
Blick ins Kahltal - Weg zur Bamberger Mühle

Dauer: ca. 5 - 6 Stunden
Länge: 24 km
Besonderheit: schöne, abwechslungsreiche Tagestour
Einkehrmöglichkeit:
Gasthaus Bamberger Mühle - 06096 350; Dienstag Ruhetag!)
Dorfschänke Kleinkahl - 06024 1060; Dienstag Ruhetag!)
Da die Einkehrmöglichkeiten erst sehr spät erreicht werden, empfiehlt sich die  Mitnahme von Getränken und Proviant.

ZUR WANDERKARTE

Diese Wanderung wird Ihnen die Vielfalt des Oberen Kahlgrundes zeigen. Schöne Aussichtspunkte, sagenumwobene Plätze und herrliche historische Waldwege werden sich bei dieser Tagestour abwechseln. Starten Sie in Schöllkrippen und erfragen Sie am besten den Weg zum Keilrain (Aussiedlerhof Zang). Den Weg dahin kennt in Schöllkrippen jeder. Dort auf der Höhe angekommen halten sie sich an der Wegegabelung rechts immer geradeaus. Genießen Sie den Blick in die schönen Täler des Oberen Kahlgrundes. Vorbei an Abzweigungen in die Täler rechts und links halten Sie sich immer geradeaus, bis Sie den Ortsverbindungsweg Westerngrund - Kleinkahl erreichen. Diesem folgen Sie nach links ca. 250 m. Dann biegen Sie rechts ab und gehen dem nahen Spessartwald entgegen. (Anm.: Ein kleiner Besuch der nahen Heilig-Kreuz-Kapelle - Ziegelhütte, ca. 300 m - am Weg in Richtung Westerngrund ist durchaus ein Abstecher wert!) Am Waldrand oben angekommen, halten Sie sich links, um nach einer kurzen Wegstrecke entlang des Waldrandes nach rechts entlang des Hauptweges bergauf zu wandern.

Das Waldgebiet hier heißt übrigens Mordgraben. Sie befinden sich nun in bester Weggemeinschaft mit den früheren Spessarträubern, die auf diesen Wegen in Richtung „Birkenhainer Straße“ zogen, um sich durch Überfälle auf die Reisenden den Lebensunterhalt für ihre armen Familien in den Tälern des Kahlgrundes zu „besorgen“. Auf halber Höhe entdecken Sie rechts des Weges das kleine Waldhaus aus dem 18. Jahrhundert. War es ein Unterstand für den Revierförster, oder ein verstecktes Liebesnest einer Baroness vom Glashüttenhof? Wir wissen es nicht. Heute finden hier noch kleine Feste oder auch Kindergartenwaldwochen statt. An den Wegegabelungen nach dem Waldhaus halten Sie sich zweimal links, umwandern das Waldgebiet „Menschenkopf“ bis zum „Bernhards Herrgott“.

Eine Infotafel erläutert hier dem Wanderer die sagenumwobenen und mystischen Ereignisse der Umgebung von Mord und Todschlag aber auch tiefer Religiosität, die sich auch in den vorgenannten Flurbezeichnungen widerspiegeln. An dieser Weggabelung halten Sie sich rechts und wandern in leichter Steigung meist geradeaus in Richtung Birkenhainer Straße. An der Birkenhainer Straße (Markierung „B“) angekommen, folgen Sie dieser mehrere Kilometer nach rechts bis zum Dr.-Kihn-Platz. Die Birkenhainer Straße war eine der bedeutendsten West-Ost-Handelsverbindungen des Mittelalters. 1338 erstmals genannt und in der Pfinzingkarte von 1562 als „Pürckenhaimer“ bereits eingetragen, zogen im 30-jährigen Krieg schwedische Truppen hier vorbei. Selbst Napoleons Truppen nutzten den Weg Anfang des 19. Jhd. auf ihren Feldzügen gen Osten. Manchem Wanderer mag auch die Vorstellung gefallen, dass hier der Weg die hessisch-bayerische Landesgrenze bildet. Man beachte die alten Grenzsteine (KW = Königlicher Wald)!

Vorbei an Kapuzinerspitze und Nonnenberg - so heißen diese Waldabschnitte – und nach einigen Kilometern auch vorbei an uralten Eichen (50 m links des Weges befindet sich der dickste Baum des Spessarts, für Kindergruppen ein „riesiger“ Spaß, den Baum mit ihren Armen zu umfassen) erreicht man nach 5 km auf dieser historischen Straße den Dr.-Kihn-Platz (verdienter Geschichts- und Heimatforscher), der zum Rasten einlädt. Hier kreuzt ein weiterer historischer Handelsweg, der Eselsweg, der den Spessart von Nord nach Süd durchquert, die Birkenhainer Straße. Entlang der Wegmarkierung (roter Querbalken auf weißem Grund) gehen Sie nun talwärts bis zur Bamberger Mühle und den Kahlquellen (Pflicht! insbesondere für Kinder). Ein wirklich idyllisches Örtchen! Die dortige Gastronomie versorgt Sie bestens mit Speis und Trank für die restlichen Kilometer. Entlang des idyllischen Kahltales, vorbei an Fischteichen, Wiesen, Pferdekoppeln und einer schönen Wassertretanlage wandern Sie rechtschaffen müde der Abendsonne entgegen und unserem Ausgangsort Schöllkrippen zu.

(Hinweis: an Werktagen Busverbindung ab Bamberger Mühle Abfahrt: 14:36 Uhr und 17:11 Uhr)

Schöllkrippener Sonntagsspaziergang

Blick vom Schabernack nach Schöllkrippen
Blick vom Schabernack nach Schöllkrippen

Dauer: ca. 1 Stunde
Schwierigkeit: leicht
Besonderheit: schöne abwechslungsreiche Kurzwanderung
Einkehrmöglichkeit:
Freibadcafeteria, Schabernack

ZUR WANDERKARTE

Diese schöne Kurzwanderung ist auch der typische Sonntagsspaziergang der örtlichen Bevölkerung. Starten Sie in der Ortsmitte an der Lukaskapelle. Orientieren Sie sich zunächst an der Beschilderung zum Naturerlebnisbad. Folgen Sie dann dem Hauptweg bis zur Rodberghütte.

Sie können entlang des geologischen Lehrpfades die geologische Entstehung der Region studieren, und vielleicht entdecken Sie auch links des Weges noch die alten Abraumhalden, die aus der Zeit stammen, als im Kahlgrund noch Bergbau betrieben wurde. Wer würde schon vermuten, dass unter dem kleinen Wasserhäuschen, das rechts etwas abseits des Weges steht, eine imposante Trinkwasseraufbereitungsanlage mit 1100 m³ Speichervermögen in der Erde verborgen ist. Auf Höhe des Röderhofes sollten sie den Weg ruhig einmal verlassen und sich mutig nach links in den Wald wagen (ca. 200 m). Ein imposanter und geheimnisvoller Steinbruch für Sandsteine wird Sie zum Staunen bringen. Für viele Gebäude des Kahlgrundes wurden hier unter großen Mühen Sandsteine gebrochen. An der Rodberghütte (Achtung: keine Bewirtung) angekommen, befinden Sie sich an einem der schönsten Rastplätze der Region. Die Aussicht, die frische Waldluft, einfach herrlich!

Halten Sie sich nun ganz rechts. Sie werden die Antoniuskapelle entdecken. So mancher Beter verdankt hier dem heiligen Antonius das Wiederfinden von verloren gegangenem Hab und Gut. Gehen sie entlang des schmalen Waldweges. Sobald Sie aus dem Wald heraustreten (*) liegt vor Ihnen der Hof Schabernack mit prächtigem Blick auf das gesamte Kahltal. An diesem alten Bauerngehöft lädt sie die Fam. Gerber gerne zu einer Einkehr ein. Hier wird Ihnen sicher kein „Schabernack“ gespielt, der Name kommt vielmehr aus der früheren Bergbauzeit (schaben am Bergrücken = Nacken). Nach einer kräftigen Stärkung geht’s talwärts. An der neuen Bürgermeisterkastanie halten sie sich halblinks, umwandern das kleine Naturschutzgebiet und gehen weiter talwärts, vorbei an Naturerlebnisbad und Wohnmobilstellplatz bis zum Ausgangspunkt.

(*) Anmerkung:
Wer mag, kann hier auch dem schmalen Pfad halblinks den Berg hinauf folgen. Vorbei an einem weiteren wunderschönen Aussichtspunkt (hier findet des Öfteren ein Trappercamp statt) mit Unterstellmöglichkeit gelangen sie nach Vormwald. Von dort aus lässt sich die Wanderung auch über Sommerkahl (Bergwerk, Fischrestaurant Röll) und zurück nach Schöllkrippen beliebig verlängern.

Rund um Schöllkrippen - Ernstkirchen - Villa am Sattelberg

Blick auf Schöllkrippen mit Reuschberg
Blick auf Schöllkrippen mit Reuschberg

Dauer: ca. 1,5 Stunden
Besonderheit: schöner, abwechselungsreiche Kurzwanderung
Einkehrmöglichkeit: Villa am Sattelberg

ZUR WANDERKARTE

Sie starten in Schöllkrippen in der Lindenstraße. In der Nähe des Marktcafes biegen Sie in den Weg „ An der Hohle“ ein. Die Anwohner nennen ihre Straße, warum auch immer: „Straße des himmlischen Friedens!“ Vorbei am Sportgelände biegen Sie halbrechts in einen kleinen Hohlweg ein. So manches Schöllkrippener Mädchen hat hier unter den geschützten Bäumen ihren ersten Kuss bekommen und so mancher Schöllkrippener Bub seine erste Zigarette geraucht! Unvermittelt tritt man aus dem Hohlweg heraus und entdeckt gegenüber zwei mächtige Akazien (Sie ersetzen zwei Linden, die anlässlich des 100. Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig von Schöllkrippener Veteranen 1917 gepflanzt wurden).

Sie gehen ca. 100 m weiter, überqueren die Vormwalder Straße und spazieren in den Feldweg entlang der Pferdekoppeln hinein mit schönster Aussicht in den sonnigen Kahlgrund. Nach der zweiten Feldscheune gehen Sie rechts über den Wiesenweg talwärts Richtung Ortskirche. Über den Friedhofsparkplatz finden Sie den uralten Schöllkrippener Friedhof. Ein kleiner Rundgang lohnt wirklich. Auch die Kirche (Ernstkirchen) selbst ist ein Besuch wert. Innen und außen neu renoviert, mit neuer Orgel ausgestattet und mit zahlreichen historisch bedeutsamen Details versehen, lässt ihr barocker mächtiger Zwiebelturm auf den gotischen Grundmauern auch den Laien erahnen, dass dieses Gotteshaus seit uralten Zeiten (erstmalige Erwähnung 1184!) die Mutterpfarrkirche des Oberen Kahlgrundes ist. Geistlich gestärkt gehen Sie weiter entlang des neuen Fußweges an der Staatsstraße zum Ortsteil Langenborn. Ein Besuch der Villa am Sattelberg ist Pflicht. Beste Kuchen und Speisen - bei schönem Wetter auch im Freien - mit bestem Blick auf vorbeifahrende Züge und in den schönen Kahlgrund  verwöhnen den Gast auf vorzügliche Weise. 

Nun auch körperlich gestärkt wandern Sie oberhalb der Bahnschienen auf einem alten Prozessionsweg wieder Richtung Schöllkrippen. An den ersten Häusern biegen Sie links ab, wandern einige hundert Meter bergan um dann nach rechts in einen Wiesenweg einzubiegen. Oberhalb des Neubaugebietes „Seitzenberg“ hat man den schönsten Blick auf Schöllkrippen und den Vorspessart. „Wo ist die Lukaskapelle? Wo ist der Schabernack? Wer sieht den Reuschberg? Wo ist die Alte Burg?“ Diese Fragen müssen hier Schöllkrippener Kinder ihren Vätern beantworten. Mitten durch das Neubaugebiet führt ein Fußweg hinunter zu den Zügen am Bahnhof und schon bald sind Sie wieder mitten im Ortskern. Natürlich darf nun ein Eis zur Belohnung in der Eisdiele am Rathaus oder ein Besuch in einem der örtlichen Biergärten (Brauhaus, Zur Post, Pizzeria bei Tino) nicht fehlen. 

Naturlehrpfad rund um die Grube Wilhelmine

Naturlehrpfad "Rund um die Wilhelmine" Infotafel
Naturlehrpfad "Rund um die Wilhelmine" Infotafel

Der Naturlehrpfad erschließt die reizvolle, abwechslungsreiche Landschaft um Sommerkahl für einen sanften Tourismus. Er lädt Einheimische und Besucher ein zu einem faszinierenden Naturerlebnis in dieser seit vielen Jahrhunderten vom Menschen mitgestalteten Umwelt.

Felswand am ehemaligen Kupferbergwerk
Die 20 Meter hoch aufragende Gneiswand der Grube Wilhelmine leuchtet weithin mit ihren großflächigen Überzügen aus grünem Malachit und blauem Azurit, beides sekundäre Kupfererze. Heute beobachten wir, wir die Natur den nackten Fels zurück erobert mit Algen, Moosen und Flechten, die zum bunten Farbenspiel auf der Wand beitragen. In den Stollen des ehemaligen Bergwerkes haben Fledermäuse ihr Winterquartier. Der Abbau von Kupfererzen im Bereich der Grube Wilhelmine ist erstmals 1704 urkundlich erwähnt. Es folgten mehrere Besitzerwechsel und wiederholte Stilllegungen; die Vorkommen waren nicht sonderlich ergiebig. Im Jahr 1923 wurde die Mine endgültig geschlossen.

"Alter Steinbruch"
Der ehemalige Kalksteinbruch mit seinem Umfeld wurde 1994 als Landschaftsbestandteil unter Schutz gestellt. Der hier anstehende Kalk ist für den Spessart ungewöhnlich. Auf dem stark wasserdurchlässigen Untergrund mit einer nur dünnen Bodenauflage gedeihen wärmeliebende, lichtbedürftige Pflanzen. Sie vermögen mit dem geringen Nährstoffangebot auszukommen und können Trockenheit ertragen. Ihre leuchtend bunten Blüten werden von zahlreichen Schmetterlingen und anderen Insekten besucht, die den Magerrasen bevölkern. Um diesen farbenfrohen Lebensraum zu erhalten, lässt man ein Mal im Jahr Schafe und Ziegen den Magerrasen beweiden. Dadurch wird ein Zuwachsen mit Sträuchern und Bäumen verhindert.

Der Vorspessart und Sommerkahl
Der kristalline Vorspessart um Sommerkahl zeigt Aufschlüsse mehrerer Gesteinsschichten, welche sehr unterschiedliche Bodenarten hervorbringen. Neben den spessarttypischen sauren Sanden gibt es auch kalkreiche Böden. Daher finden wir hier eine besonders vielfältige natürliche Tier- und Pflanzenwelt. Das Gebiet um Sommerkahl ist seit über 800 Jahre besiedelt. Die Landschaft ist von der Tätigkeit der Menschen in Landwirtschaft und Bergbau geprägt. Felder und Wiesen mit Hecken und Obstbäumen bedecken die sanften Hügel. Aufgelassene Schürfstätten wurden von der Natur zurückerobert. In so einer reich strukturierten, vielfältigen Landschaft finden umso mehr Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum.

"Amphibienfreistätte Speckkahl"
Im Quellbereich der Bächleins Sommerkahl wurde 1983 das Naturschutzgebiet "Amphibienfreistätte Speckkahl" eingerichtet. Das durch jahrhunderte lange Bergbauaktivitäten baumfreie Tal mit seinen versumpften Urweisengründen und moorigen Flächen ist im sonst dicht bewaldeten Spessart eine Besonderheit. Im durchnässten Quellmoor wuchern zarte Moose, im sumpfigen Tal blühen Fechtwiesen. Sonnig-warme Tümpel und Altwässer sind Leichgebiet für eine große Zahl von Amphibien. Um dieses nasse Paradies zu erhalten, muss das Tal alle paar Jahre vom aufkommenden Baumbewuchs befreit werden. Der Name "Speckkahl" für den Oberlauf der Sommerkahl stammt aus einer Zeit, als es im Spessart nur wenige Wege gab. Noch bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts trugen die Sommerkahler ihren Schinken und Speck entlang diese Bachlaufes und weiter über den "Engländer" nach Jakobsthal, auch "Knöpphütte" genannt. Jakobsthal war ein Glashüttendorf, in dessen Umgebung die kargen Sandböden kaum landwirtschaftlich nutzbar waren. Gerne tauschten die Bewohner Knöpfe (daher der Name!) und Perlen aus Glas gegen die Lebensmittel aus Sommerkahl.

Grube Wilhelmine, Sommerkahl
Das Bergwerk befindet sich im kristallinen Grundgebirge innerhalb eines ca. 335 Millionen Jahre alten Muskovit-Gneises. Dieser Gneis entstand durch Metamorphose (Umwandlung durch Hitze und Druck tief im Erdinnern) während der variskischen Gebirgsauffaltung aus einem ehemaligen Granit. Der einst hier auflagernde Kupferschiefer der carbonatischen Zechsteinsedimente ist der Erosion zum Opfer gefallen, ist aber beiderseits des Tales unter dem Buntsandstein anstehend. Die Störungen streichen - soweit erkennbar - in etwa in der üblichen Richtung von Nordwest nach Südost mit einer gewissen Abweichung nach Nord. Im Bereich des Tagebaues (oder auch Steinbruch) sind die primären Erze oft zu den bunten und damit auffälligen Sekundärmineralien umgesetzt. Das Stollensystem wurde dann während des 2. Weltkrieges als Luftschutzeinrichtung genutzt. Später wurde versucht, darin Pilze zu züchten. Durch Schottergewinnung in den 70er Jahren wurde der Tagebau auf die heutigen Verhältnisse erweitert und dann größtenteils mit Haus- und Sperrmüll bis in die 60er Jahre verschüttet. Dann wurde der Zugang dauerhaft verschlossen und über Jahre hatten nur die Fledermäuse einen ständigen Zugang.

Auf den Spuren der Vergangenheit

Burgruine Hauenstein
Burgruine Hauenstein

Dauer: ca. 0,75 Stunden
Länge: 2 km
Besonderheit: schöne kurze Tour, Burgruine Hauenstein
Einkehrmöglichkeit:
Reiterstübchen - 06029 8230

An der Weggabelung zwischen den beiden Höfen Hauenstein führt ein Wanderweg Richtung Mensengesäß. Auf ca. halber Strecke überqueren Sie rechter Hand den „Schloßgrundgraben“.

Mitten im Wald stoßen Sie auf die ersten Mauerreste der Burgruine Hauenstein. Viel Spaß bei Ihrer Entdeckungstour!

 

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Verwaltungsgemeinschaft Schöllkrippen
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